Die von Quincoces genannten Themen hängen eng mit zwei für ihn wichtigen Metropolen zusammen, Bilbao und New York, beide an Flüssen gelegen, grobstädtisch, industriell geprägt und Ausdruck für das moderne Leben schlechthin, das sich so serh mit Geschwindigkeit und Anonymität verbindet, dass der einzelne Mensch von ihnen wie aufgesogen erscheint, nur hie und da noch als Silhouette auftaucht, in den dominierenden Fernsichten aber gänzlich verschwunden ist.

 

Der Blick auf die Industrielandschaft in den Gemälden "La industria está lejos" (Die Industrie ist weit weg) von 2005 und "Fábricas" (Fabriken) von 2006 ebenso wie der auf die Grobstadt in "Edificio en construcción"(Bauwerk in Konstruktion) und "Panorámica (East river)" (Panoramablick (East river)), beide von 2006, geschieht von hoher Warte und lässt die Dinge Klein erscheinen, nur einzelne Wolkenkratzer, Kräne oder Masten ragen heraus.

 

Die cher Düstere, Konturen verschleiernde Atmosphäre, die die Lichter der Grobstadt nur noch punktuell durchscheinen lässt, mag auf den ersten Blick romantisch wirken, doch die undurchdringliche, zäh alles erfassende Dunstglocke verdankt sich wohl nicht allein meteorologischen Ursachen denn Umwelt und Luft verschmutzender Substanzen, Auch darauf mag der Künstler anspielen, dem die "materielle Realität" des Bildes so wichtig ist, das sie "noch immer eine im Schwinden begriffene Industrieregion in eine phantastische Erscheinung zu verwandeln vermag".

 

Michael Nungesser

Crítico e historiador del arte

© 2020 Alejandro Quincoces • alejandro@alejandroquincoces.com • phone: +34 607 88 15 40

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